Ich bin oft für mich alleine ohne mich einsam zu fühlen. Denn ich habe bemerkt, dass andere Menschen die Fähigkeit haben mich abzulenken. Durch ihre aufbrausenden Emotionen versuchen sie unbewusst einen mit zu ziehen. In ihre kleinliche Welt aus Konsum und Alltagsgedanken zu holen. Sie machen sich nicht die Gedanken, die ich mir mache. Denken nicht über tiefgreifende Themen nach, so wie ich es tue. Sie sind zufrieden mit der eindimensionalität ihres Daseins. Sicher, ich habe große Ziele. Vor zehn Jahren bereits als ich anfing zu bloggen, steckte ich sie mir. Obwohl, so ein richtiges Ziel habe ich im Grunde nicht. Ich will Wissen teilen, meine Gedanken weitergeben und gehe davon einfach aus, dass sie es wert sind geteilt zu werden. Ich will durch meine Schreiberei auch andere Seelen finden, die wie ich sind. Die über andere Dinge nachdenken als der bloße Alltag einem auferlegt. Seelen, die tiefer blicken, als die bloße Oberflächlichkeit von einem verlangt. Seelen, die mehr wissen, denken und sehen wollen. Seelen, die trotz der oftmals harten Welt ihre Sanftheit nicht abgelegt haben und sich einfühlsam gehalten haben. Seelen, die bereit für eine Veränderung sind. Eine Änderung, die zuerst im Innern stattfindet und sich dann den Weg in die weite, breite Welt da draußen ebnet.

So erschaffe ich mit jedem Artikel einen Blickwinkel in meine eigene Welt. Einen Einblick in meine Gedankenwelt. Ich fürchte mich nicht davor, mein Innerstes zu präsentieren. Denn ich habe gemerkt, dass es da draußen nichts zu fürchten gibt. Andere Seelen überlesen es einfach oder klicken, wischen weg, was ihnen zu tiefgreifend ist. Es ist nun mal so, dass es die Schönheit alleine ist, die unseren Blick gefangen nimmt. Perfektionismus das suchen und liken wir. Aber das menschliche Sein ist nicht perfekt. Es ist von Fehlern und Schwächen überlagert. Und einem Schönheitsideal entspricht der Alltagsmensch auf keinem Fall. Sicher, schön ist auch er auf eigene Weise. Aber z.B. auf instagram kriegen die Schönsten der Schönsten ihre 100.000 Likes und der unbedarfte Surfer kriegt nur das zu Hauf präsentiert. Da kommt er sich unzulänglich vor. Unwichtig und klein an Hand dieser Schönheiten. Er folgt den Stars und Sternchen und versucht sich diesem Ideal anzupassen. Was aber nicht gelingen kann, denn diese Schönheit haben die Personen sich schließlich nicht verdient. Sie haben sie von Natur aus erhalten und vermarkten sie jetzt, schöpfen sie einfach aus. Und wenn der Folgende sich jetzt im Spiegel einmal selbst betrachtet so sieht und erkennt er nur seine eigenen Makel und Fehler. Er folgt und liked die Schönheit im Feed, präsentiert sich auch im Selfie der breiten Öffentlichkeit, aber so richtig zufrieden wird er nie sein. Da er sieht, was mit wahrer Schönheit alles möglich ist. Das weckt in ihm den Wunsch auch so zu sein. Er sieht sich nur noch als mit Makel behaftetes Individuum, das einer Verbesserung gebraucht, um auch so zu werden. Dabei sehe ich dies nicht als das Ideal an, welchem man folgen sollte. Die Gedanken und Stimme hat nicht mehr Wert oder Gehalt als auch Wichtigkeit nur weil ein schönes Gesicht dahinter steckt. Viel mehr ist es doch oft so, dass nur Zitate präsentiert werden, die man dann als seine Gedanken angibt. Man schmückt sich mit fremder Gedankenwelt, um sich tiefgreifend darzustellen ohne jemals wirklich nachzudenken. Das ganze ist wie Marketing und Werbung und folgender Konsum. Eine Welt, erschaffen aus Schein und weniger dem Sein. Da es aber einfach zu sein scheint, sich dazustellen wenn man schon die Schönheit als Geburtsrecht erhalten hat, machen dies auch immer mehr. Und der normale Durchschnitt aus Arbeitern und Konsumenten folgt diesen falschen Idealen.

Ein Umstand, den ich sehe, aber nicht ändern kann. Es ist, wie es eben ist. Und als tiefergehende Seele erblickt, erkennt und durchschaut man. Aber mehr geht da auch nicht. Denn der Mensch macht dies schließlich freiwillig, dass er sich dieses Ideal als erstrebenswert aussucht. Und sich nur seine eigene Unzulänglichkeit ins Zentrum der Aufmerksamkeit transferiert.

Wir sind ein bisschen weitergetrieben in den Gedanken. Das ist die Freiheit der Freischreiberei. Einfach herunterzutippen was sich in Gedanken zuerst bilden will. Und dann einfach sehen, wohin es einen treibt, wohin es einen bringt und was sich als Botschaft selber präsentieren wird. Nie ist etwas falsch. Manchmal sind es nur momentane Entwicklungszustände, die durchlaufen werden müssen auf dem Weg zum perfekten Selbst. Das ist mein Ideal, dem ich folge, das ich für erstrebenswert halte. Die Weiterentwicklung und auch die Freiheit der schreibenden Kunst. Ein Weg dem ich schon an die 10 Jahre folge.

Das ist in gewisser Weise das Doppelleben der freien Seele, des freien Geistes. Man sieht eine Entwicklung und auch wenn falsch, kann man nichts dagegen machen. Denn die Freiheit der Entscheidung ist das größte Recht eines jeden Menschleins. Und wenn er entschieden hat sich selber zu verdammen, dann hat er auch ein Recht dazu. Man kann niemandem sein Wissen aufzwingen oder Gedanken einimpfen. Jeder tut das, was er als richtig und wichtig ansieht. Und sollte er doch einmal ans Nachdenken kommen, nun das Internet ist voll mit allem, was man zu finden wünscht. Es gibt jede Form des Ideals. Man muss nur entscheiden, welchen Gedanken und welchem Wissen man folgen will. Für alles gibt es etwas im Internet. So viele unterschiedliche Seelen es gibt, so viele noch mehr Gedanken und Wissen werden in die Weiten des Internets herausgeschickt. Jeder auf eigener Weise des Entwicklungsstandes und Wissensfundus.

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