Der Kaffee am Morgen erweckt meine Sinne. Träge nur lassen sich Traumwelten und Kosmose der Allmöglichkeit abschütteln. Mein Verstand schweift immer wieder ab, fühlt sich wie in Watte gepackt und muss erst die Welten und ihre Möglichkeiten wieder verschließen, um Bestand in der Wirklichkeit zu formen. Ich schmeiße Töne und ihre Musik an, lasse mich auf andere Sphären geleiten und von der Melodie anstecken. Sogleich verstärkt der Bass meine erwachende Stärke im Innern und ebnet dem Geist die Einigkeit. Ich vermag es nun, mich auf eine Sache zu konzentrieren, obwohl es Mehrere sind in Wahrheit. Es ist das Wachwerden gleichermaßen, wie das Bilden dieses Textes aus dem Gedanken eines noch müden, erwachenden Geistes. Ich wechsel den Sender, das Medium meiner begleitenden Töne, nehme das neueste Album von Evanescence. Rock, mit einem Hauch verträumter Melodie. Eine Band, die mich schon seit ewig begleitet. Phasenweise tauche ich in ihre Welten und ihre Sphären reines Gedankentums ab. Ich wechsel dann doch zu einer Rock Playlist. Die unvergesslichsten Rock Hymnen. Thunderstruck ist nun meine Hymne des Wachwerdens. Und sie tut ihr Ding echt gut. Erinnert mich an Supernatural. Und sogleich verketten sich Bilder in meinem Innern aus „The Road so far“ und etliche Stunden, die ich diese Serie schon sah. Es ist wie ein Heimkommen in Gefilde, die ich bereits kenne.

Ich habe ja Sky und auch Zugriff auf die letzte Staffel. So nebenher gucke ich immer weiter. Ich bin gespannt, wie sie die Serie ein für alle mal beenden wollen?

So wandert mein Geist durch die Wirklichkeiten beim Wachwerden. Wandert dorthin, widmet sich dem und dann doch dem anderen. So lange, bis ich mich selber wieder gefunden hab und in Form gefunden habe. Was mittlerweile der Fall ist. Ich bin jetzt vollkommen da, wach und bei Verstand. Ich könnte jetzt die großen Thesen heraushauen, Theorien der Wandelbarkeit einer Wirklichkeit und die These der Wahrnehmung davon, die gleichermaßen das Bilden und sehen maßgeblich beeinflussen als auch erschaffen. Aber ich tue es nicht. Und gleichzeitig habe ich das Thema angeschnitten und doch auch angerissen. Wenn auch nur beiläufig. Denn dieser Artikel soll keine Brainiac These beinhalten, er soll einfach nur einen Moment einfangen und das tut er echt gut. Jetzt läuft „Smells like Teen Spirit“ von Nirvana. Auch das eine Hymne des Heimkommens.

Wir haben an einem Feiertag, Ostermontag um genau zu sein, 6:18 Uhr am frühen Morgen. Ich bin schon um 5 Wachgeworden. Hatte keine Lust mehr zu schlafen und habe mir Kaffee gemacht und mich dann nur träge der Realität und ihrem Bilden gewidmet. Ich empfinde das Wachwerden als schönste Zeit am Tage. Man weiß vorher noch nicht, was sich bilden wird, was geschehen wird. Nur das Wachwerden, Musik, Kaffee und Zigarette und das war es auch schon. Jetzt läuft „It`s my life“, Bon Jovi. Ein Spirit, dem man nur zustimmen kann. Und ich gehe vollkommen im Moment auf.

So langsam bin ich wach und der Tag kann beginnen. Auch wenn da draußen noch alles schläft. Was erwartet man auch anderes an einem Feiertag, wo alle ausschlafen können? Es hat noch alles zu, ich kann mir also noch keinen Latte Machiato irgendwo holen. Ich werde es verschmerzen. Dir meinem Leser danke ich dafür, dass wir diesen Moment teilen konnten. In Gemeinsamkeit sind wir wachgeworden und haben die Realität mit offenen Geist begrüßt. Zum Abschluss noch „Paradise City“ von Guns N`Roses.

Bis zum nächsten Artikel.

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