Ich gucke mir andere Menschen in meinem Alter an und kann fast keine Gemeinsamkeiten entdecken. Sicher, die Zahl an Jahren, die wir bereits auf dieser Erde wandeln, gleicht sich. Aber das war es auch schon. Sie sind zur Ruhe gekommen, haben sich dem Alltagstrott hingegeben, vielleicht auch eine Familie gegründet, ihren sicheren Hafen und haben alles, was sie sich erträumen können. Ich bin da anders. Vielleicht ist es die mittlerweile 10 Jahre andauernde Wissenssuche aus Mythologie, Psychologie, die mich anders in meinem Geist strukturiert hat? Mich dazu bringt, nicht mit dem Status Quo zufrieden zu sein und immer weiter zu suchen. Immer weiter zu erschaffen durch meine schier unermessliche Kreativität. Ich kann nicht still stehen bleiben. Ich muss immer etwas erschaffen, meinen Verstand selber anstrengen und mich in Gedanken und Überlegungen zuerst weiterentwickeln.

Ich habe irgendwie noch so viel vor. Nein, ich mache mir keine Angst, dass meine übrigen Jahrzehnte nicht mehr dafür reichen. Denn ebenso habe ich die Gelassenheit des Wissenden, der schon zu viel gesehen hat, als dass er durch Kleinigkeiten noch aus der Bahn gebracht werden könnte. Aber als ich damals vor 10 Jahren einen Blog startete, auf anderer Domain und damals noch unwissend, fast schon naiv, da hatte ich eine simple Idee. Ich wollte mein eigenes Wikipedia für die Menschen erschaffen. Meine eigene Sammlung an Wissen, die ich auf einer Seite bündle. Cyberknowledge nannte ich es damals. Ich wechselte von Domain zu Domain, trug meine alten Artikel mit mir herum. Und auf gewisse Weise, ließ ich mich auch vom Internet anstecken, in dem ich Artikel schrieb, die auch Suchmaschinen Besucher brachten. Aus meinem Blog wurde ein Mischmasch aus Gedanken, Wissen und freischaffender Kreativität in Worten. Nichts davon bereue ich, denn es ist genau so, wie es nur sein sollte und nicht anders sein konnte. Es ist, wie es eben wurde. Und anders konnte es nicht sein. Aber im Endeffekt wurde es einfach zu viel. Ich habe auf meinem alten Blog mittlerweile 600 Artikel querbeet aus jedem Thema gesammelt. Aus jedem Moment erschaffen, wie er einfach durch mich selber sprechen wollte. Und ich bin mir darüber im Klaren, dass nur die Wenigsten sich in die Tiefe wühlen und sich alles angucken. Sie nehmen ein, zwei Artikel zum Thema, was sie gerade suchen und dann gehen sie wieder. Das macht mit im Grunde auch nichts aus. In der Masse an Artikeln, zählt nun mal ein einzelner nicht mehr so viel, wie das Gesamtbild. Ich sehe das im direkten Vergleich zu meinem neuen Blog jetzt hier. Ich habe hier nur 3 bald 4 Artikel veröffentlicht und jeder schafft einen Mosaikstein des Gesamtbildes. Das eine Ahnung gibt, aber noch nichts erschafft, wohin es gehen soll.

Und indem ich einen neuen Blog erschuf, habe ich mir selber wieder eine Aufgabe gestellt. Wer meinen anderen Blog sehen will, der geht einfach über die Sidebar den Link „Finde mich“, da sind alle meine Spuren, die die zählen, verlinkt. Natürlich ist es noch rein auf diesem Blog. Noch hat nichts eine richtige Richtung eingeschlagen und ich kann vollkommen frei erschaffen, worüber ich schreiben will. Mit der Zeit werde ich auch hier meine 600 Artikel irgendwann haben. Aber es wird Jahre dauern. Ich habe mir also wieder eine Beschäftigung gesucht, die mich auf lange Zeit kreativ schaffen lässt. Natürlich setze ich mich nicht selber unter Druck. Ich muss jetzt nicht innerhalb der nächsten Monate den Blog voll haben. Ich lasse es vollkommen frei wachsen, wie die Kreativität durch mich selber spricht.

Und in gewisser Weise ist es das, was mich von Anderen unterscheidet. Ich mag es, ich liebe es, etwas zu erschaffen. Eine Botschaft, ein Video, ein Text, ein Bild, was auch immer. Auf jeden Fall den Moment für sich sprechen zu lassen und etwas zu erschaffen, was von da an für die Zukunft Bestand hat. Und auf gewisse Weise steht es auch für eine Botschaft, ist selber eine Botschaft oder auch nur ein Mittel zum Zweck, Anderen Kraft zu geben, sie nachdenken zu lassen oder auch nur das zu bewirken, was die Idee des Momentes mit sich bringt. Deswegen kann ich mich auch irgendwie nicht zur Ruhe setzen. Ich will immer weiter erschaffen. Mich weiter in Worten ergießen, bilden, kreieren aus dem Moment heraus und ein Unikat erschaffen, das es so genau kein zweites Mal gibt. Natürlich räume ich dem kreativen Schaffen seinen Platz ein. Es hat seine Zeit, in der ich mich frei entfalten kann. Und dann widme ich mich dem Tag und seinem Alltag, dem normalen Leben und den sozialen Kontakten. Ich sehe, was der Tag mir bringt und eröffne ihm den Mythos der Allmöglichkeit, in dem ich nichts vorher erwarte, sondern allem die Möglichkeit einräume, zu bilden, zu ergeben, sich zu erschaffen.

Im Grunde genommen besteht dieser Text aus kleinen und großen Gedanken. Vielleicht beherbergt er eine Lehre, vielleicht bringe ich nur mein Selbst Dir dem Leser etwas näher. Auf dass Du mich in wenigen Artikeln bereist einzuschätzen weißt. Nicht mich in eine Schublade steckst, aber vielleicht schon erahnen kannst, wie ich im Innern beschaffen bin. Und vielleicht auch, warum ich denn so viel erschaffe, kreiere, bilde und an die Öffentlichkeit bringe. Dann nur hat dieser Artikel bereist seine Wertigkeit bewiesen. Bis zum nächsten Mal in den Worten ihren Laut, dem Bilden eines Schrifstellerseins.

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